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Pflegestützpunkt des Landkreises feiert ersten runden Geburtstag

Landkreis UELZEN. Eine ältere Dame möchte wissen, wo sie Hilfe für ihren an Demenz erkrankten Ehemann erhalten kann. Eine Frau fragt nach der Finanzierung eines Heimplatzes. Ein Mann ist unsicher, wie er den Antrag auf einen höheren Pflegegrad für seine bettlägerige Frau ausfüllen muss. Nur einige wenige Beispiele typischer Anfragen, die immer wieder im Pflegestützpunkt des Landkreises Uelzen beantwortet werden – und das inzwischen seit einem Jahrzehnt.

v.l.n.r.: Die drei Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes Katja Schwank-Brammer, Regina Struck und Marie Nass, wobei die Erst- und die Letztgenannte im Pflegestützpunkt erhältliches Informationsmaterial in Händen halten.

Heute vor genau zehn Jahren, am 1. Juni 2011, öffnete der Pflegestützpunkt des Landkreises Uelzen seine Türen und nahm – zunächst mit zwei Mitarbeiterinnen – den Betrieb auf. Inzwischen beraten drei Mitarbeiterinnen alle Bürgerinnen und Bürger, die sich mit Fragen rund um das Thema Pflege an den Landkreis richten.

Seit der „Geburtsstunde“ des Uelzener Pflegestützpunktes ist die Anzahl der Beratungen deutlich angestiegen. Allein im vergangenen Jahr wurden insgesamt 2.367 Beratungen durchgeführt. Die jeweiligen Kontakte erfolgen auf vielfältige Weise. Möglich ist sowohl eine telefonische wie auch eine schriftliche oder eine persönliche Kontaktaufnahme in der Beratungsstelle. Die Beratungen selbst können neben den genannten Formen auch im Rahmen eines Hausbesuchs erfolgen.

Die vertrauliche, neutrale und kostenlose Beratung umfasst pflegerische, medizinische und soziale Aspekte. Das Angebot ist damit nicht nur für Ratsuchende sehr umfangreich, sondern es ist auch sehr abwechslungsreich für die Mitarbeiterinnen. Einen Schwerpunkt der Beratung bildet zum Beispiel die Zuordnung eines Pflegegrades. Die entsprechende Begutachtung durch den Medizinischen Dienst ist für viele Angehörige und Pflegebedürftige eine große Herausforderung. Anhand einer individuellen Bedarfsermittlung können die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes helfen, sich besser auf dieses Gespräch vorzubereiten. Auch eine anschließende Beratung zu den verschiedenen Leistungen der Pflegeversicherung ist sinnvoll und notwendig. Begriffe wie zum Beispiel Entlastungsbetrag, Verhinderungspflege, teilstationäre Versorgung, Geldleistungen oder Kombinationspflege müssen oft erst erklärt werden. Aber auch Themen wie Hilfsmittelversorgung, Hilfe zur Pflege, Schwerbehinderung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung werden im Rahmen der Beratung regelmäßig angesprochen.

Der Pflegestützpunkt führt aktuelle Anbieterlisten der einzelnen Versorgungsformen und kann somit schnell und unkompliziert die Kontakte weitergeben. Durch eine fachgerechte Beratung können Betroffene zusammen mit den Angehörigen leichter eine individuelle Auswahl treffen.

Seit 2014 besteht eine direkte Kooperation zwischen dem Pflegestützpunkt des Landkreises und dem Seniorenservicebüro der Hansestadt Uelzen. Beide Beratungsstellen finden Ratsuchende daher auch in räumlicher Nähe mit der Rentenversicherung zusammengefasst im Rathaus der Hansestadt Uelzen.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Pflegestützpunktes hebt Landrat Dr. Heiko Blume nochmals die Bedeutung der kreiseigenen Einrichtung hervor: „Der Beratungsbedarf zum Thema Pflege ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Dem hat der Landkreis mit zusätzlichem Personal Rechnung getragen. So ist auch künftig sichergestellt, dass weiterhin Pflegebedürftigen und deren Angehörigen die richtige Form der Unterstützung angeboten werden kann, um sich zu orientieren und die notwendigen Anträge stellen zu können.“

Kontakt:
Rathaus, Herzogenplatz 2, 29525 Uelzen, Zimmer 27.

Öffnungszeiten:
montags bis freitags von 8-12 Uhr;
zudem montags, dienstags und donnerstags von 14-16 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung.

Der Pflegestützpunkt ist erreichbar unter den Rufnummern (0581) 800 6132 oder 6133 sowie per Mail über die Adresse pflegestuetzpunkt@landkreis-uelzen.de.

Pandemiebedingt sind aktuell Terminvereinbarung noch zwingend erforderlich.

PR
Foto: Landkreis Uelzen





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