Achtung: Enkeltrick und falsche Polizeibeamte

Achtung: Enkeltrick und falsche Polizeibeamte

24. November 2020 Aus Von Uelzener Presse

Landkreis UELZEN. Vor den Anrufen von Enkeltrick-Betrügern und falschen Polizeibeamten warnt aktuell wieder die Polizei in der Region. Nach einer Vielzahl von erfolglosen Versuchen in Bad Bevensen und der Samtgemeinde Aue in den heutigen Morgenstunden, mahnt die Polizei zur Umsicht und lobt parallel das „überlegte Verhalten“ der angerufenen Seniorinnen und Senioren. Die Täter hatten es heute wieder mit verschiedenen Maschen, u.a. Geld für eine dringende Corona-OP in Berlin oder für den Unfall eines Angehörigen versucht, blitzten jedoch bei den älteren Menschen ab. … die wiederum die Polizei verständigten.

Die Polizei mahnt zur Umsicht und rät in diesem Zusammenhang:

  • Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit! Ein echter Verwandter oder Freund wird das verstehen.
  • Raten Sie nicht, wer anruft. Fordern Sie stattdessen Ihr Gegenüber auf, selbst seinen Namen zu nennen.
  • Seien Sie immer dann besonders misstrauisch, wenn Sie am Telefon zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen befragt werden.
  • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Versuchen Sie für sich Zeit zu nehmen, um diese angebliche Bitte / Forderung zu überdenken.
  • Stellen Sie gezielte Nachfragen, um festzustellen, ob es sich wirklich um Ihren Enkel handelt. Rufen Sie ihn unter der Ihnen schon bekannten Telefonnummer zurück.
  • Übergeben Sie niemals Geld an Ihnen unbekannte Personen!
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Halten Sie Rücksprache mit Ihnen nahestehenden Personen.
  • Wählen Sie die 110, wenn Sie unsicher sind und Zweifel an der Echtheit des Anrufers haben. Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie diese Trat unbedingt bei der Polizei an! Schämen Sie sich nicht, jeder kann auf diese besonders gemeine Betrugsmasche hereinfallen.

Hinweise zum Anruf/ den Anrufen können der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen. Parallel erinnert die Polizei an die Kampagne von Polizei, Lüneburger Kriminalpräventionsrat und Medienhaus Lüneburg in deren Rahmen fast 20.000 Lüneburger Seniorinnen und Senioren persönliche Post und Infopaket bekommen haben. Die Kampagne klärt u.a. über Betrug mit Enkeltrick und falschen Polizeibeamten auf.

Hintergrund:
„Gemeinsam Betrügern keine Chance geben!“ – Sie melden sich am Telefon als Polizeibeamte und geben vor, einen Einbrecher festgenommen zu haben oder gegen sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus. „Während ein Täter im Gespräch ablenkt, durchsucht ein anderer die Wohnung nach Geld und Schmuck“. Betrüger, zu deren Opfern vornehmlich Seniorinnen und Senioren gehören, sind ganzjährig aktiv und agieren mit verschiedenste abgewandelten Maschen. Um speziell ältere Menschen zu informieren und zu schützen, startet jetzt die Lüneburger Kampagne „Im Alter sicher leben“. Initiiert wurde die Aktion vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen und dem Kriminalpräventionsrat (KPR) von Hansestadt und Landkreis Lüneburg in Kooperation mit dem Medienhaus Lüneburg.

„Da wir unsere älteren Menschen gerade in Zeiten von Corona auch bei unseren Vorträgen bei Vereinen, den Landfrauen oder in Seniorenheimen aktuell nicht erreichen und diese auch über unsere Kanäle bei den Sozialen Medien nur schwer erreichbar sind, wenden wir uns mit dieser Aktion persönlich und direkt an alle fast 20.000 Seniorinnen und Senioren in Stadt und Landkreis Lüneburg“, so Polizeihauptkommissarin Kathrin Richter vom Präventionsteam der Polizei. Täter sind rhetorisch sehr geschickt und immer wieder versuchen Betrüger mit dem sogenannten Enkeltrick oder als „falsche Polizeibeamte“ Senioren um ihr Bargeld oder Erspartes zu bringen. Auch wenn darüber immer wieder berichtet wird, ist die Gefahr gegeben, dass doch jemand drauf reinfällt, wenn am anderen Ende der Leitung angeblich ein Polizist ist. Jens Eggersglüß, Leiter der Polizeiinspektion, appelliert parallel: „Wenn es zu solchen Anrufen kommen sollte, rufen Sie über Notruf 110 die Polizei an und haken nach.“ Wer sich das nicht traue oder im Zweifel sei, „ist gut beraten, wenn er sich eine zweite Meinung im Familien- oder Bekanntenkreis einholt. Dann relativiert sich das Ganze meistens und der Betroffene wird nicht auf die Forderungen solcher Betrüger eingehen.“

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