BGE identifiziert weite Gebiete im Landkreis Celle und Uelzen als Suchraum für ein Endlager – Gorleben ist als Standort ungeeignet

Landkreise UELZEN/CELLE. Der heute veröffentlichte Zwischenbericht Teilgebiete der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat eine klare Botschaft: Gorleben ist erstmals nach den Kriterien der Endlagersuche untersucht worden – und ist ungeeignet. „Wir haben schon immer gesagt, dass Gorleben als Standort nicht in Frage kommt. Jetzt gibt uns die wissenschaftliche Überprüfung Recht“, erklärt dazu Kirsten Lühmann, Abgeordnete für Celle und Uelzen. Als Standort für die Endlagerung sind aus Sicht der BGE auch weite Gebiete in den Landkreisen Celle und Uelzen grundsätzlich geeignet. Dazu Lühmann weiter: „Dass Gebiete der Landkreise Celle und Uelzen, wie viele andere Orte in Niedersachsen, als mögliche Standorte in diesem Bericht auftauchen, war absehbar.“

Erstmals wurden im Zwischenbericht nun Teilgebiete genannt, die aus Sicht der Bundesgesellschaft und auf wissenschaftlichen Untersuchungen basierend, eine günstige geologische Lage für die Endlagerung von Atomabfällen erwarten lassen. Zudem werden die Gebiete beschrieben, die nicht für ein Endlager in Frage kommen, weil sie eines oder mehrere Ausschlusskriterien erfüllen. Dazu erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Celle-Uelzen Kirsten Lühmann: „Am 31. Dezember 2022 soll das letzte Atomkraftwerk in Deutschland vom Netz genommen werden, bis 2031 muss ein Endlagerstandort für die hoch radioaktiven Abfälle gefunden werden. Das ist weniger Zeit als man denkt. Es ist gut, dass die Bundesgesellschaft für Endlagerung mit dem Zwischenbericht jetzt die Suche konkretisiert und Regionen eingegrenzt worden sind, über die wir reden können.“

Der Zwischenbericht wird im kommenden Jahr auf einer Fachkonferenz beraten. Der Standort für die letzten 1.900 Castor soll bis 2031 gefunden werden, 2050 soll das Endlager in Betrieb gehen. Final wird der Standort im Bundestag beschlossen. „Der Zwischenbericht ist eine erste Eruierung. Orte im Landkreis Celle und Uelzen sind keinesfalls als Standorte in Stein gemeißelt. In der zweiten Runde sollen die Kriterien weiter geschärft werden, um den Suchraum weiter einzugrenzen. Ich bin mir sicher, dass die touristisch genutzte Heideregion aus sachlichen Gründen ausgeschlossen werden wird“, so Lühmann.

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