Eichenprozessionsspinner bei Wittorf: Landkreis verstärkt Bekämpfung

Landkreis LÜNEBURG. In der kommenden Woche startet der Landkreis Lüneburg einen dritten Anlauf zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners entlang der Kreisstraße 46. Eine Spezialfirma wird am 4. und 5. August die betroffenen Bäume von den gefährlichen Raupen reinigen. Dabei werden Nester, Brandhaare und Raupen abgesaugt. „Der Befall zwischen Bardowick und Wittorf ist äußerst hartnäckig”, erklärt Rüdiger Scholz, technischer Leiter beim Betrieb Straßenbau und –unterhaltung. „Solange sich Raupen und Nester noch in den Bäumen befinden, können wir den betroffenen Radwege-Abschnitt aus Gründen des Gesundheitsschutzes leider nicht freigeben.”

Ende vergangenen Monats hatte der Landkreis Lüneburg mit der Beseitigung der Raupenpopulation erstmals begonnen. Dafür wurde der Radweg gesperrt, der unterhalb der befallenen Bäume entlangläuft. Seitdem müssen Radfahrer auf einen Umweg östlich der Hauptstrecke ausweichen. „Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass die damals beauftragte Firma innerhalb weniger Tage das Problem in den Griff bekommt”, erläutert Rüdiger Scholz. „Aber selbst ein zweiter Anlauf hat angesichts des massiven Befalls bisher nicht den gewünschten Erfolg gebracht.” Wie viel Zeit die nun startenden Maßnahmen in Anspruch nehmen werden, lässt sich noch nicht abschätzen. „Wir hoffen, dass die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners nach dem dritten Versuch abgeschlossen ist.”

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Deutschland zunehmend aus. Das Gefährliche an den Raupen: Sie tragen giftige Brennhaare, welche das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Kommt der Mensch damit in Berührung, kann das schwerwiegende Reaktionen hervorrufen. Mögliche Folgen bei Kontakt sind unter anderem Hautreizungen, asthmatische Beschwerden und sogar allergischen Schockreaktionen. Die Verbreitungsgebiete des Eichenprozessionsspinners in den Gemeinden und Samtgemeinden finden Interessierte auf der Seite www.landkreis-lueneburg.de/eps.

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