Digitales Lernen in Corona-Zeiten

Landkreis LÜNEBURG. Das eigene Zuhause als Klassenzimmer: Für viele Schülerinnen und Schüler in der Region bleibt diese Situation weiterhin bestehen – trotz der stückweisen Öffnung der Schulen ab Montag (27. April 2020). Der Landkreis Lüneburg kümmert sich aktuell darum, dass Lehrer und Schüler weiterhin gut miteinander kommunizieren und Aufgaben verteilt werden können. Dabei hilft der Schulserver IServ. Drei kreiseigene Schulen beantragen zudem Gelder aus dem Digitalpakt Schule des Bundes, um Tablets für den digitalen Schulbetrieb zu finanzieren.

Knapp 14.000 Schüler besuchen die kreiseigenen Bildungseinrichtungen in der Region. Mit IServ stellt der Landkreis Lüneburg den etwa 7.000 Schülern seiner allgemeinbildenden Schulen eine Software zur Verfügung, die einem digitalen Klassenraum gleichkommt. „Alle Schüler und Lehrer besitzen für IServ eine eigene Emailadresse. Zusätzlich bietet die Schulserverplattform einen Messenger-Dienst, auch Videokonferenzen werden in Kürze möglich sein“, erklärt Hendrik Lampe, Leiter des Fachdienstes Informations- und Kommunikationstechnik beim Landkreis Lüneburg. Mit der Software können außerdem Wochenpläne erstellt oder Hausaufgaben geplant werden. Ein internes Textmodul sorgt dafür, dass Texte verfasst und sogar gemeinsam bearbeitet werden können. Damit schafft IServ die besten Voraussetzungen, um die Schüler zuhause bei ihren Schulaufgaben zu unterstützen.

Die Berufsbildenden Schulen sind nicht mit IServ ausgestattet, sie verwenden eine andere Software. Damit aber auch hier das digitale Lernumfeld erweitert wird, arbeitet der Landkreis Lüneburg momentan daran, neue Videoplattformen in die bestehenden Systeme einzuarbeiten. Aktuell werden zwei Möglichkeiten vorbereitet und getestet, die Anfang Mai umgesetzt werden sollen. Auch am Ausbau der Server arbeiten die IT-Fachleute, sodass die Leistung weiter optimiert wird.

Drei Schulen aus dem Landkreis haben sich derweil entschieden, Gelder aus dem Digitalpakt des Bundes in Anspruch zu nehmen. Die Kurt-Löwenstein-Schule in Bleckede, die Schule am Katzenberg in Adendorf und die BBS I Lüneburg haben beim Landkreis 10, 70 beziehungsweise 60 Tablets bestellt. Damit die Schulen auf die Fördergelder Zugriff haben, mussten sie jeweils ein Medienkonzept vorweisen. Dieses wird nun um die Nutzung der neuen Tablets ergänzt. Wie die mobilen Endgeräte im Schulbetrieb eingesetzt werden, entscheiden die Bildungseinrichtungen selbst.

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