Die Hansestadt Uelzen soll insektenfreundlicher werden

UELZEN. Bis zu 80 Prozent weniger Insekten als noch vor 30 Jahren, vom Bienensterben ist die Rede und die Zahl der Schmetterlinge ist dramatisch zurückgegangen. Die Stadtverwaltung Uelzen hat sich dem Thema Insektenschutz unter Einbeziehung politischer Anträge intensiver angenommen. Am Dienstag, 14. Januar, wurde das Projekt „Fühler ausstrecken“ im Bauausschuss der Hansestadt vorgestellt.

Hinter dem Projekt „Fühler ausstrecken“ steht ein komplexes Konzept, dass sowohl Maßnahmen der Hansestadt, die Information der Bürger als auch die Beteiligung von Schulen, Kindern und Kleingartenvereinen vorsieht. „Wir sehen es als unsere Aufgabe, Maßnahmen zu entwickeln, um dem Artensterben zu begegnen, sowie Möglichkeiten und Potenziale im Stadtgebiet von Uelzen umzusetzen“, sagt Stadtbaurat Karten Scheele-Krogull. Im Haushalt der Hansestadt sind hierfür im ersten Schritt 40.000 Euro vorgesehen.

Insektenfreundliche öffentliche Grünflächen

Ein Schwerpunkt der Stadt ist, weitere insektenfreundliche Flächen zu schaffen und Blühwiesen und –streifen anzulegen. In den Ilmenauwiesen, im Grünzug vom Sterngebiet in die Innenstadt und am O-See sollen beispielsweise mehr Bereiche entstehen. „Uns ist die Einbeziehung der Öffentlichkeit auch deshalb wichtig, weil an einigen Stellen weniger gemäht und gejätet werden wird. Das könnte zu Unverständnis führen. Es soll aber eine gute Mischung aus gepflegten und naturbelassenen Flächen geben“, sagt Christine Tietz, Abteilungsleiterin Grünflächen der Hansestadt Uelzen. Einige naturnahe Gebiete wie Obstwiesen, das neue Heidegrabfeld auf dem Friedhof in Holdenstedt, Bereiche in den Ilmenau-Auen oder entsprechende Bepflanzungen im Stadtgebiet wurden bereits umgesetzt.

Bürger und Unternehmen einbeziehen

Was können Bürger, Vereine und Betriebe tun? Darüber wird die Hansestadt im Frühjahr mit direkter Information an alle Haushalte und Unternehmen informieren. Tipps zur Garten- oder Betriebsflächengestaltung werden den Schwerpunkt bilden: So gehören beispielsweise zu den Möglichkeiten der Insektenförderung keine Kiesbeete anzulegen, einen Komposthaufen in den Garten zu integrieren oder Blühstreifen zu säen.

Kinder sensibilisieren

Insektenlehrpfade, gemeinsam das Schulgelände insektenfreundlich gestalten oder Projekttage für Kinder sind Ansätze, um auch die jüngere Generation zu sensibilisieren. Die Hansestadt arbeitet eng mit der Woltersburger Mühle, den Kreisgruppen BUND und NABU Uelzen zusammen, um spezielle Angebote für Kitas und für Schüler zu schaffen.

Diese Partner und die Kreisvolkshochschule werden aber auch Workshops, Führungen, Exkursionen oder Vorträge für Erwachsene anbieten.

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Foto: Hansestadt Uelzen

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