Wieder Rekord: 1.326 Weihnachtspakete für Menschen in Haft

CELLE/UELZEN. 1.326 Weihnachtspakete für Menschen im Gefängnis sind zurzeit unterwegs, gepackt von 856 Paketspenderinnen und -spendern der christlichen Straffälligenhilfe Schwarzes Kreuz. Damit haben sich noch einmal wesentlich mehr Menschen an der Aktion beteiligt als im letzten Jahr, als sie mit 1.130 Paketen und 732 Spendern bereits auf so viel Resonanz wie nie zuvor gestoßen war.

Anliegen der Aktion: Auch wer – meist aus guten Gründen – hinter Gittern sitzt, soll ein Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit bekommen. Denn Weihnachten soll auch und gerade bei den Außenseitern ankommen. Vor 2000 Jahren zählten gesellschaftliche Außenseiter wie Hirten schließlich zu den Hauptpersonen beim weihnachtlichen Geschehen.

Empfänger sind deutschlandweit 36 Anstalten, davon 10 in Niedersachsen. Sie geben die Pakete vor allem an solche Inhaftierte weiter, die besonders bedürftig sind. 116 Pakete gingen an einzelne andere Empfänger, vor allem im Maßregelvollzug. Stellvertretend für sie alle bedankt sich das Schwarze Kreuz bei all denjenigen, die die Aktion mit Paket- oder Geldspenden oder auf andere Weise unterstützt haben!

Bei der Aktion im letzten Jahr freute sich ein Gefangener aus München über ein Paket mit einer „tollen Grußkarte“: „Das hat die schwersten Tage des Jahres und evtl. meines Lebens ein gutes Stück abzufedern vermocht und kam in meinem Herzen sehr dankbar an.“ Maria Zawadzki vom Sozialdienst der JVA Uelzen bedankte sich: „Durch die Bereitstellung dieser Weihnachtspäckchen unterstützen Sie auch indirekt die Arbeit der Bediensteten während der Feiertage. Es ist ein Beitrag zur Zufriedenheit und eines humanen Umganges in unserer Abteilung.“ Jemand aus Rosdorf freute sich über Grüße einer ganzen Schulklasse: „Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.“

Anliegen der christlichen Straffälligenhilfe Schwarzes Kreuz ist es, Inhaftierte bei der Suche nach neuen Lebenswegen zu unterstützen. Ein Paket kann einen ersten Impuls in diese Richtung setzen. Kaffee, Schokolade, dazu ein paar persönliche Zeilen – für einen Menschen hinter Gittern ist das ein Zeichen, dass irgendwo auch an ihn jemand denkt. Das kann neuen Lebensmut geben. Denn viele haben sonst keine Kontakte mehr nach „draußen“.

In den meisten Bundesländern, darunter auch Niedersachsen, dürfen Inhaftierte allerdings keine persönlichen Weihnachtspakete mehr bekommen. Grund ist der hohe Kontrollaufwand. Als gemeinnützige Organisation hat das Schwarze Kreuz hier die Möglichkeit, Pakete an Kontaktpersonen in den Justizvollzugsanstalten zu schicken. Sie leiten sie dann an besonders bedürftige Gefangene weiter.

Das Schwarze Kreuz begleitet Menschen hinter Gittern vor allem über Brief- und Besuchskontakte und über Gesprächskreise in den Gefängnissen. Die Geschäftsstelle in Celle begleitet und berät die rund 500 Ehrenamtlichen und die Inhaftierten und führt Seminare und verschiedene Projekte für sie durch. Das Schwarze Kreuz ist Mitglied u.a. im Diakonischen Werk der Landeskirche Hannovers und Sachsen. Finanziert wird die Arbeit vor allem über Spenden.

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