Was lange währt, wird endlich gut

Landkreis UELZEN. In vielen Gemeinden des Landeskreises Uelzen sind höhengleiche Bahnübergänge ein Ärgernis. Wenn nur wenige Mal am Tag die Schranken geschlossen sind, ist das zu verkraften. Aber gerade bei den Bahnstrecken, bei denen – auch aufgrund von Ausbauprojekten – mehr Verkehre erwartet werden, können die vermehrten Schrankenschließzeiten schnell zu einem Problem werden.

Auch steigern Brücken und Unterführungen die Sicherheit, wenn sie Kreuzungen von Straße und Schiene auf gleicher Höhe ersetzen, aber häufig können diese Bauprojekte in finanzschwachen Kommunen nicht umgesetzt werden. Deshalb wird der Bundestag die Kommunen bei der Finanzierung von Brücken und Unterführungen an Schienenstrecken entlasten, um diese Investitionen in die Infrastruktur zu beschleunigen. Der Bund trägt laut dem Gesetzesentwurf die Hälfte der Kosten, die Bahn ein Drittel und das Land ein Sechstel. Die Kommunen müssen nichts mehr beisteuern, wenn die Reform in Kraft tritt.

Die Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann begrüßt den Beschluss: „Ich freue ich mich, dass es gelungen ist, nach langen Verhandlungen – in denen ich auch die Erfahrungen aus meinem Wahlkreis sowie diversen Besuchen z.B. in Bonn, Lehrte oder Hameln eingebracht habe – eine Lösung zu finden.“

Auch bei der Finanzierung der S-Bahnen und Regionalzüge, den sogenannten Regionalisierungsmitteln, wird nachgelegt. Die Bundesregierung stockt die Mittel für den öffentlichen Nahverkehr auf der Schiene bis 2031 um über 5,2 Milliarden Euro auf.

Das bedeutet für das Land Niedersachsen zusätzlich zu den ca. 880 Mio € in 2020 weitere ca. 15 Mio. € allein im nächsten Jahr.

„Die Bedarfe für mehr Züge im Nahverkehr sind da. Jetzt muss sichergestellt werden, dass die Kapazitäten der Schienen ausreichen. Denn sonst verdrängt der Nahverkehr den Güterverkehr auf den Schienen und mehr Gütertransport auf der Straße kann nicht unser Ziel sein!“, so Kirsten Lühmann.

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