Als Bad Bevensen zur Stadt wurde

BAD BEVENSEN. 1929: Mit dem Börsencrash in New York beginnt die Weltwirtschaftskrise, in Hollywood werden die ersten Oscars verliehen und in Essen wird der spätere Fußball-Weltmeister Helmut Rahn geboren. Ende Oktober 1929 teilt Landrat von Campe der Fleckenvertretung mit, dass durch den Erlass des Preußischen Staatsministeriums genehmigt werde, dass „Bevensen zur städtische Verfassung übergeht“. Er überbrachte gleichzeitig die Glückwünsche der Preußischen Staatsregierung und des Kreises. Am 12. November 1929 beschließt die Fleckenvertretung den Übergang auf die städtische Verfassung. Die Entscheidung löst Freude und Genugtuung in Bevensen aus – endlich erhält der Ort den Status „Stadt“. Noch 1913 wurde ein Antrag aufgrund „gewichtiger Bedenken“ abgelehnt. Dabei begann der wirtschaftliche Aufstieg bereits mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke von Hamburg nach Hannover 1847. Handel- und Handwerk sowie der gesamte Ort entwickelten sich bis zum Beginn des ersten Weltkriegs stetig weiter. Nach dem Krieg schaffte es Bevensen, die begonnene Entwicklung fortzusetzen. 1928 eroberten die „Sommerfrischler“ den Ort – der Grundstein für die touristische Entwicklung war gelegt. Der Flecken Bevensen zählt 1929 rund 2700 Einwohner. „Inzwischen wohnen rund 9700 Menschen in Bad Bevensen“, weiß Stadtdirektor Martin Feller. Tendenz steigend.

Noch im Jahr 1929 wurde die Stadt anerkannter Luftkurort. Die Quelle des Heilbades wurde 1964 bei Erdölbohrungen gefunden und an die Stadt verkauft. Seit dem 12. Mai 1976 darf Bad Bevensen nach der staatlichen Anerkennung als Mineralheilbad das „Bad” im Namen tragen. Daneben hat sich Bad Bevensen als Kurstadt und als Gesundheitszentrum für den gesamten norddeutschen Raum weiterentwickelt.

1979 feiert die Stadt 50 Jahre Stadtrechte und hat im Rahmen einer Jubiläumssitzung das Grünkohlessen ins Leben gerufen. Zu diesem Essen werden seitdem verdiente Bürgerinnen und Bürger nominiert und eingeladen. Diese Tradition endet nun im 90. Jahr der Stadtwerdung. Erstmals sind alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt und ihre Gäste zu einem Empfang ins Kurhaus eingeladen. Auf den Tag genau, am 12. November, um 18 Uhr beginnt die Veranstaltung. Der Bad Bevenser Gert Fröhling wird als Gastredner zum Thema „Entwicklung der Stadt Bad Bevensen über 90 Jahre“ vortragen. Bei musikalischer Untermalung von Jens Balzereit freuen sich Bürgermeisterin Gabriele Meyer und Stadtdirektor Martin Feller über möglichst viele Besucherinnen und Besucher. Um einen Überblick über die Teilnehmerzahl zu behalten wird über eine Anmeldung bis Freitag, 8. November, unter Telefon (05821) 89156 oder per E-Mail unter j.nolting@bevensen-ebstorf.de gebeten.

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