ELEKTROMOBILITÄT MUSS SCHÖN SEIN – VON UELZEN NACH WIEN AUF DEN SPUREN DER HUNDERTWASSER-ARCHITEKTUR

UELZEN/WIEN. Vom Hundertwasser Bahnhof Uelzen zum Kunsthaus Wien mit Elektroautos. Die rund 1.200 km lange Reise macht Station in Orten, in denen der im Jahr 2000 verstorbene Künstler Friedensreich Hundertwasser als Baumeister aktiv war. Dazu gehört die Grüne Zitadelle in Magdeburg, das Luther-Melanchthon Gymnasium in Wittenberg und die Rosenthal-Fabrik in Selb.

Friedensreich Hundertwasser warb bereits 1972 in der legendären SamstagabendShow Wünsch Dir was für Elektromobile. Die auf dem Uelzener Bahnhofsdach installierte PV-Anlage brachte den Umweltaktivisten Hundertwasser auf die Idee einer Solarrally. Mit Elektroautos sollte es von der norddeutschen Kleinstadt in die Hauptstadt Österreichs gehen. Im Jahr 1999 waren Elektroautos als Serienfahrzeuge nicht verfügbar und die Chancen alternativer Antriebe kaum präsent. Deshalb blieb die E-Auto-Tour Uelzen – Wien im Jahr 1999 nur eine Idee.

Zwanzig Jahre später
Zwanzig Jahre später wird die Tour nachgeholt. Initiiert wurde sie von Raimund Nowak, der als Geschäftsführer der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg seit Jahren in der Elektromobilität engagiert ist. Er hat als Kommunalpolitiker in seiner Heimatstadt Uelzen vor der Jahrtausendwende gemeinsam mit Kollegen aus dem Rat und weiteren Unterstützern den Umbau des Uelzener Bahnhofs zum Umwelt- und Kulturbahnhof auf den Weg gebracht. Zur Weltausstellung EXPO 2000 entstand nach Entwürfen von Friedensreich Hundertwasser ein spektakuläres Architekturprojekt.

Was haben die Architekturprojekte bewirkt?
Auf der Tour werden Architekturprojekte des weltbekannten Künstlers besucht und nach den Effekten für die Stadt gefragt. Im Mittelpunkt stehen dabei die ökologischen Motive Hundertwassers, die mit der Klimakrise deutlich an Aktualität gewonnen haben. Warum sind nicht mehr Dächer begrünt? Warum ist ein Solardach die Ausnahme und nicht die Regel? Warum sind Bahnhöfe nicht die zentralen Orte des Reisens? Auch darüber wollen wir auf Reise mit lokalen Akteuren sprechen.

Elektromobilität muss schön sein
Joram Harel von der Hundertwasser Stiftung Wien schreibt in seinem Geleitwort für die Tour: „Ökologische Technologie funktioniert nur im Einklang mit Schönheit.“ Die Fahrt zwischen Uelzen und Wien soll genutzt werden, die gestalterischen Aspekte der Elektromobilität zu thematisieren. Das Aussehen und die Platzierung von Ladesäulen, das Design von E-Fahrzeugen oder die Kennzeichnung von elektromobilen Einrichtungen.

Start Uelzen schönster Bahnhof – schnellste Ladesäulen
In den Tour-Regionen wird nach dem lokalen Entwicklungsstand der Elektromobilität geschaut. Zum Start bietet Uelzen nicht nur den schönsten Bahnhof, sondern auch ein herausragendes Angebot an Ladeinfrastruktur. Mit zehn High-Power-Chargern (150 kW) haben die Stadtwerke Uelzen ein innerstädtisches Schnellladenetz der Extra-Klasse aufgebaut.

Insgesamt soll auf der Tour auch nach den touristischen Potenzialen der Elektromobilität geschaut werden. Hier entwickelt die Metropolregion Handlungsempfehlungen für Kommunen und Tourismusbetriebe.

Start 11.7.2019 – Hundertwasser Bahnhof Uelzen
Die Tour beginnt am 11.7.2019 mit einem Frühstück im Restaurant Lässig des Hundertwasser Bahnhofs in Uelzen. Die Fahrt zu der rund 160 km entfernten Grünen Zitadelle in Magdeburg startet gegen 11.00. Am Abend findet ein Austausch mit lokalen Interessierten aus Magdeburg in der Skylounge der Grünen Zitadelle statt.

Vollelektrisch mit eGolf und RENAULT ZOE
Die gesamte Tour werden ein Volkswagen eGolf und ein RENAULT ZOE fahren. Die Fahrzeuge zählen zu den bekanntesten vollelektrischen PKW in Europa. Für Teilstücke der Tour werden sich weitere Fahrzeuge anschließen. So werden vom Verein Bahnhof 2000 Uelzen unter anderem Elena Erhart-Villanueva, Rainer Schimmel, Ariane Schmäschke und Michael Chales de Beaulieu mit einem Tesla dabei sein.

Am 17.7.2019 wird die Tour gegen 14.00 im Kunsthaus Wien erwartet.

Tour verfolgen:
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