Landkreis gratuliert Gesellschaft für Wohnungsbau gwk zum 70. „Geburtstag“

Landkreis UELZEN. Anlässlich ihres 70. „Geburtstages“ am 19. April 2019 gratuliert Landrat Dr. Heiko Blume der „Gesellschaft für Wohnungsbau des Kreises Uelzen m.b.H.“, besser bekannt unter dem Kürzel gwk, im Namen des Landkreises Uelzen und dankt allen ehemaligen und aktuellen Verantwortungsträgern für deren Engagement. „Nach sieben Jahrzehnten kann die Gesellschaft mit Stolz auf ihre Unternehmensgeschichte zurückblicken. Möglich wurde dieser Erfolg durch umsichtiges Handeln und weitsichtige Planungen, denn die gwk ist im Laufe ihrer Historie stets mit der Zeit gegangen und hat sich an den Gegebenheiten und Anforderungen des Wohnungsmarktes orientiert“, so Blume.

Gegründet in Zeiten der Wohnungsnot – gewachsen zum größten Wohnungsbau-Unternehmen im Landkreis Uelzen, so lässt sich die Geschichte der gwk-Uelzen zusammenfassen. Als 1949 Teile Uelzens nach dem 2. Weltkrieg in Trümmern lagen und Flüchtlingsströme aus den deutschen Ostgebieten und ausgebombte Familien aus den Großstädten die Einwohnerzahl der Stadt innerhalb weniger Monate von 14.000 auf 24.000 Menschen anwachsen ließen, entstand akuter Handlungsbedarf. Notquartiere, Behelfsunterkünfte und Baracken bestimmten damals die Wohnsituation.

Dies war am 19. April 1949 die Geburtsstunde der „Gemeinnützigen Wohn- und Siedlungsbaugesellschaft des Kreises Uelzen mbH“, kurz: gwk. Mit einem Startkapital von 142.000 DM hatte die Gesellschaft den Auftrag, in möglichst kurzer Zeit für möglichst wenig Geld möglichst viel Wohnraum zu schaffen. Bereits während der ersten fünf Jahre wurden insgesamt 727 Wohnungen gebaut, davon 540 in eigener Bauherrschaft und 187 als Betreuungsmaßnahme.

Als großartige Bauleistung wurde gewürdigt, dass mit der Erschließung des Kagenbergs im Oktober 1956 ein ganzer Stadtteil neu entstanden war. 136 Doppelhäuser, Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Miethäuser sorgten für 322 Wohnungen mit einer Wohnfläche von insgesamt 16.550 Quadratmetern.

Nach dem Großprojekt „Kagenberg“ erfolgten weitere Baumaßnahmen im Bereich des Sternviertels – es entstanden Wohnungen an der Hauenriede und im Hülsen. Auch im übrigen Kreisgebiet wurde kräftig gebaut, unter anderem in Bodenteich und in Ebstorf. Mitte der 60er Jahre wurde das Wohngebiet „Königsberg“ in Angriff genommen. Mit 850 Einfamilienhäusern und Wohnungen entstand auch dort ein komplett neuer Stadtteil.

Ein sehr wichtiges Datum und zugleich eine große Umstellung war schließlich der 1. Januar 1990, an dem das Wohngemeinnützigkeitsgesetz aufgehoben wurde. Viele bis dato gültigen Vorschriften, Einschränkungen und Verpflichtungen entfielen und alle Wohnungsunternehmen unterlagen ab diesem Datum der uneingeschränkten Steuerpflicht. Zwar wurde in diesem Zuge auch die gesetzliche Sozialverpflichtung aufgehoben, aber die gwk fühlte sich in diesem Punkt bis heute gefordert und verantwortlich, seitdem allerdings auf freiwilliger Basis.

Aus Sicht des Landkreises, der als Hauptgesellschafter rund 90 Prozent der Anteile hält, ist die Zusammenarbeit mit dem heute größten Wohnungsanbieter nicht nur wegen des zur Verfügung gestellten Wohnraumes, sondern vor allem auch wegen dessen Sozialmanagements besonders wertvoll: „Soziale Einrichtungen wie der 2012 eröffnete ,Treff am KÖ‘ dienen nicht der Gewinnmaximierung, sondern helfen, die Anonymität der Bewohner zu lindern. Außerdem verfügt die gwk über ein ausgeprägtes Netzwerk und zahlreiche Kontakte und ist somit nie alleine, sondern immer mit vielen Beteiligten unterwegs“, so Landrat Dr. Blume.

Auch in der Zukunft wird sich die gwk an den aktuellen Entwicklungen und Bedürfnissen orientieren. So wird vor dem Hintergrund des demographischen Wandels in den kommenden Jahren bereits bestehender Wohnraum sukzessive in barrierearmen Wohnraum umgewandelt werden. Im sozialen Bereich wird es weiterhin eine konstruktive Kommunikation mit caritativen Einrichtungen wie beispielsweise mit der Caritas, den Johannitern oder dem Heiligen-Geist-Stift geben. Außerdem gilt es, den Dienstleistungscharakter des Unternehmens weiter zu schärfen.

Auch in Zukunft, so Landrat Dr. Blume abschließend, werde der Landkreis als verlässlicher Partner mit der gwk zusammenarbeiten – zum Wohl aller hier lebenden Menschen. Und: Der Landkreis werde dieses Jahr die Frage beleuchten lassen, ob und wo es im Landkreis Uelzen Bedarf nach sozialem Wohnungsbau gibt. Sollte ein solcher Bedarf festgestellt werden, werde es sicher auch Aufgabe der gwk, dort zu handeln.

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