Pflanzkartoffeln: Hermann Blanck ist Niedersachsens bester Vermehrer

OLDENDORF. Der Vermehrungsbetrieb Hermann Blanck aus Oldendorf-Wetzen (Landkreis Lüneburg) hat 2018 die besten Pflanzkartoffeln erzeugt. Im Pflanzgut-Wettbewerb der Landwirtschaftskammer (LWK) und der Saatguterzeugergemeinschaft (SEG) in Niedersachsen belegte er den ersten Platz. Er hatte eine Partie der Sorte Queen Anne eingereicht, die er für die Solana GmbH & Co. KG, Hamburg, vermehrt hat. Mit 47 von 49 möglichen Punkten belegte Landwirt Blanck den Spitzenplatz und erhielt dafür die bronzene Plakette der Landwirtschaftskammer, eine Urkunde für hervorragende Leistungen sowie den traditionellen Wanderpokal.

Die Siegerehrung fand am Donnerstag (31. Januar) in Wietzendorf (Landkreis Heidekreis) am Rande einer von LWK und SEG veranstalteten Kartoffeltagung statt. Kammerpräsident Gerhard Schwetje betonte die Bedeutung dieses Wettbewerbs: „Mit der praxisnahen und neutralen Bewertung dokumentieren wir den Kartoffelanbauern im In- und Ausland die hervorragende Qualität unseres zertifizierten Pflanzgutes.“ Damit das so bleibe, warb er bei den etwa 200 anwesenden Kartoffelfachleuten für eine weiterhin rege Teilnahme an dem Wettbewerb.

In dessen 17. Auflage stellten sich 37 Pflanzgutpartien von 7 Vertriebsfirmen der fachkundigen Bewertung einer neutralen Kommission. Auf dem Acker galt das besondere Augenmerk den Kriterien Feldaufgang, Bestandsbildung, Pflanzengesundheit und Sortenreinheit. Bereits vor dem Legen des Pflanzgutes hatte es eine strenge Eingangsbonitur der Knollen gegeben.

Mit dem Ergebnis des Wettbewerbs sind die Organisatoren zufrieden: „Trotz der extremen Trockenheit des vergangenen Jahres konnte das eingereichte Pflanzgut überzeugen“, so Schwetje. „Dank der Beregnungstechnik war die Qualität überwiegend gut.“

Für die kommenden Jahre sieht der Kammerpräsident große Herausforderungen auf den Kartoffelbau zukommen. So fordere der Klimawandel ein anspruchsvolles Wassermanagement sowie zunehmende phytosanitäre Probleme eine intensive Betriebshygiene und angepasste Fruchtfolgen. Zudem ständen immer weniger Pflanzenschutzmittel zur Verfügung, was die Bekämpfung von Schadinsekten und die Regulierung des Kartoffelkrauts erschwere. „Damit der Kartoffelbau eine Zukunft hat, müssen wir für alle diese Probleme Lösungen und Alternativen finden“, forderte Schwetje.

Der zweite Preis des Pflanzgut-Wettbewerbs ging in den Landkreis Stade: Die RAISA eG, Stade, erzielte mit 46 Punkten nur einen Punkt weniger als der Sieger. Die Genossenschaft hatte die Sorte Belana eingereicht, die sie für die Europlant Pflanzenzucht aus Lüneburg vermehrt. Mit der gleichen Sorte erreichte Heinrich Stühring aus Bücken (Landkreis Nienburg) den dritten Platz. Die Zweit- und Drittplatzierten erhielten eine Ehrenurkunde der Landwirtschaftskammer.

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Fotos: Hollweg/Landwirtschaftskammer Niedersachsen

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