Arbeitsmarkt im November: Mit niedriger Arbeits-losigkeit in die Wintermonate

Landkreis UELZEN. Im November waren bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Bezirk der Agentur für Ar-beit Lüneburg-Uelzen 13.747 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenzahl nahm gegenüber Oktober um 137 Personen (1,0 Prozent) ab. Im Vergleich zu November 2017 verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 632 Personen (4,4 Prozent). Die Arbeitslosen-quote lag bei 4,5 Prozent und damit 0,1 Punkte unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr wurde noch eine Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent verzeichnet.

„Bereits seit einigen Jahren findet Anfang Dezember der Tag der Menschen mit Behinderung statt. Dies möchten wir nutzen, um auf ihre besondere Situation am Arbeitsmarkt aufmerksam zu machen“, so Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. Während die Arbeitslosigkeit sich insgesamt rückläufig entwi-ckelte und damit von einer soliden Basis in die Wintermonate startet, erhöhten sich die Zahlen bei den Arbeitslosen mit Schwerbehinderung. Im November wies die Statistik 702 Schwerbe-hinderte aus. Dies entsprach einem Plus um zehn Personen (1,4 Prozent) zu Oktober und 16 Personen (2,3 Prozent) zum November letzten Jahres. „Menschen mit Behinderung sehen sich oftmals Vorbehalten bei ihrer Arbeitsuche gegenüber, dabei sind sie grundsätzlich nicht weniger leistungsfähig als andere Arbeitnehmer“, verdeutlicht die Agenturchefin. Bei den Ar-beitsagenturen stehen spezielle Beratungsfachkräfte diesen Arbeitsuchenden zur Seite. Die Unterstützungsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von Ausbildungsprogrammen für Be-rufseinsteiger über Lohnkostenzuschüsse bis hin zu Arbeitsplatzlösungen, die gemeinsam mit Technischem Beratungsdienst und Integrationsamt entwickelt werden. „Einige Einschrän-kungen wirken sich nicht oder nur geringfügig im Arbeitsalltag aus, bei anderen Handicaps sind die Hilfen so verschieden wie individuell, dass eine Beschäftigung sehr gut möglich ist“, betont Kuechler-Kakoschke in Richtung Unternehmen. An sie appelliert die Agenturchefin, Beschäftigungsmöglichkeiten zu prüfen und den Arbeitsgeber-Service zu nutzen, um sich über Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren (Rufnummer: 0800 4 5555 20).

Arbeitslose mit Schwerbehinderung in den Landkreisen:
Harburg: 225 (Vormonat: +4/+1,8%/ Vorjahr: -18/-7,4%)
Lüchow: 76 (Vormonat: -5/-6,2%/ Vorjahr: +5/+7,0%)
Lüneburg: 270 (Vormonat: +7/+2,7%/ Vorjahr: +34/+14,4%)
Uelzen: 131 (Vormonat: +4/+3,1%/ Vorjahr: -5/-3,7%)

Arbeitslose Geflüchtete
Für den Oktober belief sich die Zahl der arbeitslosen Geflüchteten, die als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind und sich im Agenturbezirk Lüneburg-Uelzen um Arbeit oder Ausbildung bemühen, auf 1.038 Arbeitslose (Vormonat: 1.064) im Kontext von Fluchtmigration1.
Landkreis Harburg: 329 (Vormonat: 329)
Landkreis Lüchow-Dannenberg: 43 (Vormonat: 44)
Landkreis Lüneburg: 565 (Vormonat: 557)
Landkreis Uelzen: 101 (Vormonat: 134)

Entwicklung nach Rechtskreisen
Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich in beiden Rechtskreisen – Drittes Sozialgesetzbuch (SGB III) – Arbeitslosenversicherung – sowie Zweites Sozialgesetzbuch (SGB II) rückläufig. Im Rechtskreis SGB III lag die Arbeitslosenzahl im November bei 5.294 Personen und nahm gegenüber Oktober um 64 Personen (1,2 Prozent) ab. Verglichen mit dem Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosenzahl um 69 Personen (1,3 Prozent). Im Rechtskreis SGB II wurden 8.453 Arbeitslose registriert und damit 73 Personen (0,9 Prozent) weniger als im Oktober. Im Vorjahresvergleich sank die Arbeitslosigkeit um 563 Arbeitslose (6,2 Prozent).

Stellenmarkt
Im November waren beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagenturen und Jobcenter 5.204 Stellenangebote gemeldet. Damit nahm der Stellenbestand gegenüber Oktober um 195 Stellen (3,6 Prozent) und verglichen mit dem Vorjahresmonat um 221 Stellen (4,1 Prozent) ab. Im Monatsverlauf meldeten Unternehmen insgesamt 1.018 neue Stellenangebote. Die meisten Stellenzugänge kamen aus den Bereichen Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (258 Stellen, darunter: Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften mit 207 Stellen), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz (134 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (126 Stellen) sowie Öffentliche Verwaltung, Verteidigung: Sozialversicherung (96 Stellen), Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (88 Stellen) sowie Verarbeitendes Gewerbe (85 Stellen).

Unterbeschäftigung
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Zur Unterbeschäftigung zählen die Arbeitslosen und solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen2 gefördert werden. Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im November bei 18.622 und nahm gegenüber Oktober um 64 Personen (0,3 Prozent) ab. Verglichen mit November 2017 verringerte sie sich um 846 Personen (4,3 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 6,0 Prozent und unter dem Vormonatsniveau (6,1 Prozent). Vor einem Jahr lag die Quote bei 6,4 Prozent.

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