„Zeich mal!“ – Ein musikalisches Interaktions- und Improvisationskonzept für die Schule anhand der Komposition „Die Autoritäten“

BAD BEVENSEN. Im Rahmen des Programms „Zeitgenössische Musik in der Schule“ der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Musikland Niedersachsen gGmbH besucht der Künstler Jörn Marcussen-Wulff den Musikunterricht der KGS Bad Bevensen, um dort gemeinsam mit den Schüler*innen und der Fachlehrerin Johanna Trumann im Musikunterricht zum Thema „Zeich Mal“ – Ein musikalisches Interaktions- und Improvisationskonzept für die Schule zu arbeiten. Bis November finden insgesamt fünf Unterrichtsbesuche statt. Die Projektergebnisse werden schließlich im Rahmen einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung aller acht teilnehmenden niedersächsischen Schulen am 21. November 2018 in Hannover präsentiert.

Zum Inhalt des Projektes: Wenn Musik eine Sprache ist, dann sind Kompositionen Geschichten, die erzählt werden wollen. Wie klingt es aber, wenn die Musiker auf der Bühne nicht nur Geschichten erzählen, sondern spontan miteinander sprechen, diskutieren und vielleicht sogar streiten? Welche Regeln braucht so ein musikalisches Gespräch? Diesen Fragen gehen die Schüler*innen anhand des Stücks „Die Autoritäten“ des Komponisten Jörn Marcussen-Wulff nach und beschäftigen sich intensiv mit der Interaktion und Improvisation in der Musik bzw. in der Gruppe. Das Stück „Die Autoritäten“ basiert auf der musikalischen Umsetzung von unterschiedlichen Abhängigkeitsverhältnissen in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Auf dieser Grundlage erarbeiten die Schüler*innen unter Anleitung eigene zeichenbasierte Kommunikationswege, um miteinander als Ensemble eine spontane Komposition zu erfinden und diese sofort aufführen zu können. Am Ende der gemeinsamen Arbeit stehen spontane musikalische Gespräche, die bei jeder Aufführung andere Geschichten erzählen.

Jörn Marcussen-Wulff (*1981) ist mehrfach ausgezeichneter Komponist, Arrangeur, Posaunist und Dirigent aus Hannover. Er studierte Musik auf Lehramt und Jazzposaune in Hannover und Luzern (CH) sowie Jazz-Komposition an der Musikhochschule Mannheim. Als Dozent für Bigbandleitung, Komposition und Arrangement ist er an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie der Hochschule für Musik und Theater München tätig und leitet zusammen mit Timo Warnecke die professionelle Bigband „Fette Hupe“. Regelmäßig arbeitet er für renommierte Bigbands und Jazzensembles und ist gefragter Dozent für Workshops und Fortbildungen.

Zu „Zeitgenössische Musik in der Schule“:
Bereits zum achten Mal bietet die Niedersächsische Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit der Musikland Niedersachsen gGmbH und dem Niedersächsischen Kultusministerium das Projekt „Zeitgenössische Musik in der Schule“ landesweit interessierten Schulen an. Dabei besuchen Musiker, Komponisten und Ensembles den Musikunterricht und erarbeiten gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der 5. bis 13. Klasse Themen der zeitgenössischen Musik.

Acht niedersächsische Schulen, darunter Gesamt- und Oberschulen, haben vier ausgewählte Künstler und Künstlergruppen wie Astrid Schmeling und Matthias Kaul – beide Gründungsmitglieder des Ensembles L’ART POUR L’ART – oder den Klangkünstler Ansgar Silies zu Gast. Die vier zugehörigen Projektthemen sind vielseitig angelegt. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Praxis, das Musik-Erfinden und Experimentieren mit Klängen und Instrumenten. Über diesen direkten Zugang und den persönlichen Kontakt mit den Künstlerinnen und Künstlern werden auch Jugendliche angesprochen, die vorher noch kein Instrument gespielt haben.

Wichtige Partner des Projektes sind der Verband Deutscher Schulmusiker-Niedersachsen e.V., der Bundesverband für Musikunterricht e.V. LV Niedersachsen und Musik 21 Niedersachsen.

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