Anzeige
v>

Weniger Abiturienten, mehr Konkurrenz – Wie Betriebe vorsorgen können

Aug 13, 2018

UELZEN. Das aktuelle Ausbildungsjahr hat gerade begonnen und einige Unternehmen bereiten schon das Bewerbungsverfahren für das nächste Lehrjahr vor. Dabei gilt es aber, sich auf eine Besonderheit einzustellen: Die Konkurrenz um Bewerberinnen und Bewerber mit Abitur wird besonders groß sein, da es im Folgejahr 2020 keinen Abiturjahrgang an allgemeinbildenden Gymnasien in Niedersachsen geben wird. „Betriebe sollten sich schon jetzt auf diese Situation vorbereiten, damit sie am Ende nicht leer ausgehen“, rät Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, „Es wird zu einem massiven Engpass und entsprechend großer Konkurrenz kommen, denn mit der Rückkehr der Gymnasien zum Abitur nach neun Jahren entfällt nahezu ein Jahrgang“.

Der gemeinsame Arbeitgeber-Service (AG-S) der Arbeitsagenturen und Jobcenter im Agenturbezirk Lüneburg-Uelzen empfiehlt Betrieben, die Abiturienten einstellen, mehrere Strategien parallel zu verfolgen, um eine eventuelle Lücke im Jahr 2020 zu kompensieren. Naheliegend ist, schon ein Jahr früher, also 2019, zusätzliche Ausbildungsstellen zu schaffen. Auch dann ist schon mit deutlich gestiegener Konkurrenz zu rechnen. Daher sollten Betriebe freie Stellen möglichst frühzeitig der Agentur für Arbeit melden. Eine weitere Möglichkeit der Fachkräftegewinnung ist, innerhalb des Unternehmens Beschäftigte zu identifizieren, die für eine Ausbildung oder Qualifizierung geeignet sein könnten. Der Arbeitgeber-Service informiert über Fördermöglichkeiten unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4 5555 20.
Hintergrund:  
In diesem Jahr gab es im Agenturbezirk Lüneburg-Uelzen rund 2.300 Abiturientinnen und Abiturienten. Durch die Umstellung der Gymnasium von acht Schuljahren auf neun Jahre (G8>G9) fehlen im Jahr 2020 aber etwa 1.900 Abiturienten, prognostiziert die Kultusministerkonferenz. Zwar werden auch von den integrierten Gesamtschulen Abiturienten erwartet, weitere von den Beruflichen Gymnasien sowie Absolventen mit Fachhochschulreife von den Fachoberschulen, aber dem Ausbildungsmarkt werden insgesamt erheblich weniger höherqualifizierte Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stehen.
Laut Bundesinstitut für Berufsbildung wird mehr als jeder vierte Ausbildungsplatz mit einem Abiturienten oder Bewerber mit Fachhochschulreife besetzt. Azubis mit Studienberechtigung finden sich überdurchschnittlich oft in kaufmännischen Berufen, in der Informatik oder bei Steuerfachangestellten.
PR

 




Informationen zum Artikel:
Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ist dieser namentlich in dem Beitrag nicht explizit erwähnt, so kann dieser bei der Redaktion angefragt werden. Bildrechte werden, wenn bekannt, gesondert aufgeführt. Allgemeinbilder zur Untermalung stammen in der Regel von: Celler-Presse.de, Pixabay.com oder Pexels.com. Bitte beachten Sie, dass die Nutzung dieser Seite kostenfrei ist. Daher blenden wir Werbung ein und auch Serviceartikel können externe Werbe-Verlinkungen enthalten. Sie erkennen Sie an der Kategorie "Service". Hier werden diese Artikel gesondert aufgeführt.



Anzeige


Anzeige